Die Wagbachniederung – ein Vogelparadies am Oberrhein

In dem dicht besiedelten Gebiet zwischen Karlsruhe und Mannheim am rechten Rheinufer liegt eines der bedeutendsten EU-Vogelschutzgebiete in Deutschland mit einer Fläche von 224 Hektar. Es ist gleichzeitig das größte Schilfgebiet in Baden und beherbergt rund 300 Vogelarten.

Das strukturreiche Feuchtgebiet war früher ein Moor im Rheinauenrandgebiet und besteht heute aus den ehemaligen Klärteichen einer 1995 still gelegten Zuckerfabrik, auf der dann ausgedehnte Röhricht- und Schlammflächen entstanden sind. Es ist einer der europaweit wichtigsten Brut- und Rastflächen für heimische und durchziehende vom Aussterben bedrohte Arten und wurde 1983 vom Regierungspräsidium Karlsruhe als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Tierwelt

Es gibt kaum ein Platz in Europa, wo man den hier brütenden Purpurreiher besser beobachten kann. Neben dieser Art trifft man diverse Gänse- und Entenarten, eine große Kolonie von Lachmöwen, Kormoranen, Rohrsänger, Bartmeise, Beutelmeise, einer der größten Bestände von Blaukehlchen in Baden-Württemberg, Neuntöter, Kuckuck, Eisvogel, Rohrweihe, Schwarzmilan, Schwarzhalstaucher, diverse Limikolenarten, viele Nachtigallen. Ziehenden Fisch- und Seeadler können zu den Zugzeiten beobachtet werden. Die Liste ist damit immer noch nicht vollständig. Ab Oktober kann man das grandiose Schauspiel der Formationen von riesigen Starenschwärmen beobachten, die abends in ihre Schlafplätze im Schilf einfliegen.

Neben den Vogelarten gibt es auch noch diverse Amphibienarten, wobei der Moorfrosch hier eine seiner südlichsten Verbreitungsgebiete in Deutschland hat.

Die nachfolgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck geben.

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